Nachhaltigkeits-Siegel im Überblick: Welchen Labels Sie vertrauen können
Über 400 verschiedene Nachhaltigkeits- und Umweltsiegel gibt es in Deutschland – für Verbraucher ein unübersichtlicher Dschungel. Die Zentralstelle Verbraucherschutz sortiert die wichtigsten Labels ein.
Vertrauenswürdige Siegel
- EU-Bio-Siegel: Gesetzlich geschützt, strenge Kontrollen, mindestens 95 % Bio-Zutaten.
- Demeter / Bioland / Naturland: Strengere Standards als das EU-Bio-Siegel.
- Blauer Engel: Das älteste Umweltzeichen der Welt, vergeben vom Umweltbundesamt.
- Fairtrade: Garantiert Mindestpreise und faire Arbeitsbedingungen in Herkunftsländern.
- FSC: Zertifizierung für nachhaltige Forstwirtschaft.
- MSC: Zertifizierung für nachhaltige Fischerei.
Mit Vorsicht zu genießen
- „Klimaneutral": Oft nur durch Kompensation, nicht durch tatsächliche CO₂-Reduktion.
- Eigenmarken-Siegel: Firmeninterne Labels ohne unabhängige Kontrolle.
- „Aus kontrolliertem Anbau": Kein geschützter Begriff, keine garantierten Standards.
Orientierungshilfe
Die Webseite www.siegelklarheit.de der Bundesregierung bewertet Siegel nach Glaubwürdigkeit und Anspruch. Im Zweifel: Bekannte, staatliche oder von unabhängigen Organisationen vergebene Siegel sind vertrauenswürdiger als unternehmenseigene Labels.
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