Kontogebühren und Negativzinsen: Ihre Rechte als Bankkunde
Viele Banken haben in den letzten Jahren Kontogebühren erhöht oder neue Gebühren eingeführt. Der BGH hat 2021 entschieden, dass stillschweigende Zustimmung zu AGB-Änderungen unwirksam ist (Az. XI ZR 26/20). Verbraucher haben deshalb gute Chancen, unrechtmäßig erhobene Gebühren zurückzufordern.
Aktuelle Rechtslage
- Gebührenerhöhungen erfordern die ausdrückliche Zustimmung des Kunden.
- Eine bloße AGB-Änderung mit Schweigeklausel reicht nicht aus.
- Zu viel gezahlte Gebühren können Sie bis zu 3 Jahre rückwirkend zurückfordern.
- Ein Basiskonto darf maximal 8,99 € pro Monat kosten (BGH-Urteil).
So fordern Sie Gebühren zurück
Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge der letzten 3 Jahre. Schreiben Sie Ihre Bank an und fordern Sie die Erstattung unrechtmäßig erhobener Gebühren. Verweisen Sie auf das BGH-Urteil vom 27.04.2021 (Az. XI ZR 26/20). Bei Ablehnung wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle der Deutschen Bundesbank oder einen Verbraucheranwalt.
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