Abmahnung wegen Filesharing: Richtig reagieren und Kosten vermeiden
Trotz des Bedeutungsverlusts von Filesharing werden weiterhin Abmahnungen wegen illegaler Downloads verschickt. Betroffene sollen oft mehrere Hundert Euro zahlen und eine Unterlassungserklärung unterschreiben. Die Zentralstelle Verbraucherschutz erklärt, wie Sie richtig reagieren.
Sofortmaßnahmen
- Nicht ignorieren: Reagieren Sie auf die Abmahnung, auch wenn Sie den Vorwurf für unberechtigt halten.
- Keine vorformulierte Unterlassungserklärung unterschreiben: Diese enthält oft nachteilige Klauseln.
- Frist notieren: Typischerweise werden 7-14 Tage Frist gesetzt.
- Rechtsberatung suchen: Lassen Sie die Abmahnung von einem spezialisierten Anwalt prüfen.
Modifizierte Unterlassungserklärung
Statt der vorformulierten können Sie eine modifizierte Unterlassungserklärung abgeben, die Ihre Haftung auf ein angemessenes Maß begrenzt. Streichen Sie überzogene Vertragsstrafen und Nebenpflichten. Ein spezialisierter Anwalt kann dies für Sie formulieren.
Anspruchsbegrenzung
Seit der Gesetzesreform 2013 ist der Streitwert bei erstmaliger Abmahnung in einfachen Fällen auf 1.000 € begrenzt (§ 97a Abs. 3 UrhG). Die Anwaltskosten betragen dann maximal 147,56 € netto.
Weitere Artikel
14 Tage Widerrufsrecht: Was beim Online-Kauf wirklich gilt
Beim Online-Kauf haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht – doch es gibt wichtige Ausnahmen. Alles zu Rückgabe, Kosten und Fristen.
Handyvertrag kündigen: Die neuen Regeln einfach erklärt
Seit der TKG-Novelle gelten verkürzte Kündigungsfristen und neue Regeln für Mobilfunkverträge. Was sich für Sie ändert.
Abo-Fallen erkennen und kündigen: Ihre Rechte
Ungewollte Abonnements durch versteckte Kosten und manipulative Designs. So erkennen Sie Abo-Fallen und machen Verträge rückgängig.