Identitätsdiebstahl: So schützen Sie sich vor Missbrauch Ihrer Daten
Identitätsdiebstahl gehört zu den am schnellsten wachsenden Kriminalitätsformen in Deutschland. Täter nutzen gestohlene persönliche Daten – Name, Adresse, Geburtsdatum, Kontonummern –, um im Namen der Opfer einzukaufen, Verträge abzuschließen oder Kredite aufzunehmen. Laut Bundeskriminalamt sind jährlich über 100.000 Menschen in Deutschland betroffen.
Wie Identitätsdaten gestohlen werden
- Datenlecks: Hackerangriffe auf Unternehmen und Plattformen, bei denen Millionen Datensätze erbeutet werden
- Phishing: Gefälschte E-Mails und Webseiten, die zur Eingabe persönlicher Daten auffordern
- Social Engineering: Manipulation durch Telefonanrufe oder persönliche Kontakte
- Briefkastendiebstahl: Post mit persönlichen Informationen wird abgefangen
- Darknet-Handel: Gestohlene Daten werden im Darknet gehandelt
Präventive Schutzmaßnahmen
Verwenden Sie für jeden Online-Dienst ein individuelles, starkes Passwort und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Geben Sie persönliche Daten nur an vertrauenswürdige Stellen weiter. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und beantragen Sie eine SCHUFA-Selbstauskunft, um unautorisierte Einträge zu erkennen. Vernichten Sie Dokumente mit persönlichen Daten vor der Entsorgung.
Sofortmaßnahmen bei Identitätsdiebstahl
Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei und dokumentieren Sie alle Hinweise. Informieren Sie betroffene Banken und Unternehmen. Lassen Sie eine Betrugsmeldung bei der SCHUFA eintragen, um weitere Vertragsabschlüsse in Ihrem Namen zu erschweren. Kontaktieren Sie die Verbraucherzentrale für individuelle Beratung.
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