Inkasso-Schreiben erhalten: So prüfen und reagieren Sie richtig
Ein Inkasso-Schreiben kann erschreckend wirken. Doch nicht jede Forderung ist berechtigt. Unseriöse Inkasso-Unternehmen verschicken Forderungen für Verträge, die nie geschlossen wurden, oder schlagen überhöhte Gebühren auf. Die Zentralstelle Verbraucherschutz erklärt, wie Sie richtig reagieren.
Forderung prüfen
- Kennen Sie den genannten Gläubiger und die Forderung?
- Ist das Inkasso-Unternehmen im Rechtsdienstleistungsregister unter www.rechtsdienstleistungsregister.de registriert?
- Sind die Inkassogebühren angemessen? Orientierung bietet die Gebührentabelle des RVG.
- Ist die Forderung möglicherweise bereits verjährt?
Bei unberechtigter Forderung
Widersprechen Sie der Forderung schriftlich per Einschreiben. Begründen Sie kurz, warum die Forderung unberechtigt ist. Verweigern Sie die Zahlung. Zahlen Sie niemals aus Angst oder Unsicherheit. Lassen Sie sich nicht durch aggressive Formulierungen einschüchtern. Ignorieren Sie die Forderung nicht, sondern wehren Sie sich aktiv.
Bei berechtigter Forderung
Prüfen Sie, ob die Inkassogebühren angemessen sind. Verhandeln Sie gegebenenfalls eine Ratenzahlung. Zahlen Sie die Forderung direkt an den Gläubiger – nicht an das Inkassounternehmen –, wenn das möglich ist, um Inkassogebühren zu vermeiden.
Weitere Artikel
14 Tage Widerrufsrecht: Was beim Online-Kauf wirklich gilt
Beim Online-Kauf haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht – doch es gibt wichtige Ausnahmen. Alles zu Rückgabe, Kosten und Fristen.
Handyvertrag kündigen: Die neuen Regeln einfach erklärt
Seit der TKG-Novelle gelten verkürzte Kündigungsfristen und neue Regeln für Mobilfunkverträge. Was sich für Sie ändert.
Abo-Fallen erkennen und kündigen: Ihre Rechte
Ungewollte Abonnements durch versteckte Kosten und manipulative Designs. So erkennen Sie Abo-Fallen und machen Verträge rückgängig.