Messenger-Apps im Datenschutz-Vergleich: WhatsApp, Signal, Telegram & Co.
Die Wahl des richtigen Messengers hat erhebliche Auswirkungen auf Ihre Privatsphäre. Während alle populären Messenger inzwischen Verschlüsselung anbieten, unterscheiden sie sich deutlich darin, welche Metadaten gesammelt und wie Daten verarbeitet werden.
Signal – Datenschutz-Empfehlung
Signal speichert minimal Metadaten, ist vollständig quelloffen und wird von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist standardmäßig für alle Nachrichten und Anrufe aktiv. Empfohlen von Datenschutzexperten und dem Europäischen Datenschutzbeauftragten.
WhatsApp – Bequem, aber Meta-Konzern
WhatsApp bietet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichteninhalte, sammelt aber umfangreiche Metadaten: Wer kommuniziert wann mit wem, Standortdaten und Geräteinformationen. Als Teil des Meta-Konzerns werden diese Daten potenziell für Werbezwecke genutzt.
Telegram – Vorsicht bei Standard-Chats
Telegram verschlüsselt Nachrichten in regulären Chats nicht Ende-zu-Ende. Nur „Geheime Chats" bieten vollständige Verschlüsselung. Gruppenchats sind grundsätzlich serverseitig einsehbar. Die Server stehen in verschiedenen Ländern – der Datenschutz ist unklar.
Empfehlung
Für maximalen Datenschutz empfiehlt die Zentralstelle Verbraucherschutz Signal. Wer WhatsApp nutzt, sollte regelmäßig die Datenschutzeinstellungen prüfen und die Weitergabe an Meta einschränken, soweit möglich.
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