Nutri-Score: Was die Lebensmittelampel wirklich aussagt
Der Nutri-Score kennzeichnet Lebensmittel mit einer farbigen Skala von A (grün, empfehlenswert) bis E (rot, weniger empfehlenswert). Die freiwillige Nährwertkennzeichnung ist in Deutschland weit verbreitet – doch die Interpretation erfordert Hintergrundwissen.
Was der Nutri-Score berücksichtigt
- Negativ: Energiegehalt, Zucker, gesättigte Fettsäuren, Salz
- Positiv: Ballaststoffe, Proteine, Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte
Grenzen des Nutri-Score
- Nur innerhalb einer Produktkategorie vergleichbar (Pizza mit Pizza, nicht Pizza mit Salat)
- Berücksichtigt keine Zusatzstoffe, Pestizide oder Verarbeitungsgrad
- Olivenöl erhält ein „C", obwohl es ernährungsphysiologisch wertvoll ist
- Süßstoffhaltige Getränke können ein besseres Rating erhalten als Fruchtsäfte
Empfehlung
Nutzen Sie den Nutri-Score als Orientierungshilfe, nicht als alleiniges Entscheidungskriterium. Werfen Sie zusätzlich einen Blick auf die Zutatenliste und die Nährwerttabelle. Bevorzugen Sie möglichst unverarbeitete Lebensmittel.
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