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Betrug & Phishing

PayPal-Phishing: Neue Betrugswelle mit gefälschten Rechnungen

·5 Min. Lesezeit

Die Zentralstelle Verbraucherschutz Deutschland warnt vor einer neuen Phishing-Welle, bei der Betrüger gefälschte PayPal-Rechnungen versenden. Die E-Mails sehen täuschend echt aus und fordern zur sofortigen Zahlung angeblicher Rechnungsbeträge auf. Besonders perfide: Die Nachrichten werden teilweise über das echte PayPal-Rechnungssystem versendet.

So funktioniert die Masche

Die Betrüger nutzen die offizielle PayPal-Funktion „Geld anfordern", um Rechnungen an beliebige E-Mail-Adressen zu senden. Da die E-Mails tatsächlich von PayPal-Servern stammen, passieren sie Spam-Filter problemlos. In der Rechnung wird behauptet, der Empfänger habe einen Kauf getätigt – etwa bei einem Elektronik-Händler oder für Kryptowährungen. Ein vermeintlicher „Kundenservice" mit Telefonnummer wird angegeben, den man bei Problemen kontaktieren soll.

Wer diese Nummer anruft, landet bei den Betrügern. Diese versuchen dann, Zugang zum PayPal-Konto zu erlangen oder den Anrufer zur Installation einer Fernwartungssoftware zu bewegen, mit der sie den Rechner übernehmen können.

Warnsignale erkennen

  • Unbekannte Rechnungen: Sie haben den genannten Kauf nie getätigt.
  • Telefonnummer statt Link: PayPal fordert nie telefonischen Kontakt bei Rechnungsproblemen.
  • Dringlichkeit: Die Rechnung droht mit Kontosperrung oder Mahngebühren bei Nichtzahlung.
  • Hohe Beträge: Oft werden Beträge über 500 Euro angegeben, um Panik auszulösen.

Richtig reagieren

Öffnen Sie die PayPal-App oder loggen Sie sich direkt über www.paypal.de ein – nie über Links in E-Mails. Prüfen Sie unter „Aktivitäten", ob tatsächlich eine Zahlung veranlasst wurde. Ist dies nicht der Fall, melden Sie die E-Mail über die PayPal-Funktion „Problem melden" und löschen Sie die Nachricht. Rufen Sie niemals Telefonnummern aus verdächtigen E-Mails an.