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Verträge & Recht

Testament erstellen: Formvorschriften und häufige Fehler

·6 Min. Lesezeit

Ohne Testament gilt die gesetzliche Erbfolge – und die entspricht oft nicht den Wünschen des Erblassers. Ein korrekt erstelltes Testament vermeidet Streit unter den Erben und stellt sicher, dass Ihr Vermögen nach Ihren Vorstellungen verteilt wird.

Formvorschriften für ein wirksames Testament

  • Handschriftlich: Ein eigenhändiges Testament muss vollständig von Hand geschrieben und unterschrieben sein. Kein Ausdruck, kein Computer.
  • Ort und Datum: Geben Sie Ort und Datum an – fehlende Angaben können das Testament anfechtbar machen.
  • Eindeutigkeit: Formulieren Sie klar und unmissverständlich, wer was erben soll.
  • Unterschrift: Mit Vor- und Nachname am Ende des Textes.

Häufige Fehler

  • Formulierungen wie „mein ganzes Hab und Gut" – statt konkreter Zuweisungen
  • Vergessen des Pflichtteils – dieser kann nicht ohne Weiteres entzogen werden
  • Kein Ersatzerbe benannt – was passiert, wenn der Erbe vor Ihnen stirbt?
  • Widersprüche zwischen mehreren Testamenten

Notarielles Testament

Für komplexe Vermögensverhältnisse oder Immobilien empfiehlt sich ein notarielles Testament. Es hat den Vorteil, dass es beim Amtsgericht hinterlegt wird und im Erbfall einen Erbschein ersetzen kann – was Kosten und Zeit spart.